Assekuranz
im Umbruch

Das Ende ist nah. Die Digitalisierung vernichtet ganze Branchen. Traditionelle Versicherer stehen auf der Abschussliste von großen Netzgiganten und kleinen InsurTechs.

Taumelnde Riesen, wohin man blickt. Und der Makler? Überflüssig.
Es sind Zukunftsvisionen wie diese, die den Blick vernebeln und Verunsicherung schüren.

Angst lähmt und ist ein schlechter Berater

Doch völlig aus der Luft gegriffen ist das Ganze nicht. In der Assekuranz wird in den nächsten Jahren kein Stein auf dem anderen bleiben. Aktuelle Statistiken geben Predigern des Armageddons jedoch einen Dämpfer. Seit 2015 etwa nehmen die Zuwachsraten des digitalen Abschlusses in unserer Branche wieder ab. Im Netz informieren, offline kaufen. Gelebte Praxis. Der Kunde ist kurz weg, aber nicht verschwunden. Er muss nur woanders abgeholt werden. Das ist unsere Chance.

„Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“

Francis Picabia

Machen wir uns also auf den Weg und schauen mal in seinem Smart Home vorbei. Der Klient der Zukunft steuert Espressomaschine, Toaster und Heizung mit der App, erledigt Einkäufe bargeldlos, bucht Mobilität nach Bedarf. Aber fühlt er sich in der schönen neuen Welt auch sicher? Was ist mit den Schattenseiten des Always-on? Werden hier nicht Sichermacher gebraucht?

Jeder Wandel birgt Chancen in sich

Für uns Makler eröffnen sich völlig neue Perspektiven. Policen gegen Hackerangriffe, Passwortdiebstahl und Shitstorms gehören nunmehr zur Grundausstattung. Die herkömmliche Hausratversicherung wird zur Cybersecurity erweitert. Und digitale Kompetenzen gehören zum Rüstzeug für Kundenansprache und personalisiertes Marketing über neue Vertriebskanäle.

Der Kundenkontakt wird zudem individueller und flexibler. Nine to Five war gestern. Während und nach dem Tatort am Sonntag glüht nicht nur Twitter, auch ebay-Powerseller machen richtig Reibach. Warum als Makler also nicht zur gleichen Zeit die Vorteile einer Einbruchschutz-Versicherung an den Mann bringen? Oder das morgendliche Surfen von Bürohengsten nutzen, um Bestandskunden via Social Media über Updates zu bestehenden Verträgen zu informieren? Möglichkeiten für neue Umsatze gibt es jedenfalls zuhauf. Jetzt gilt es, diese richtig dosiert zu nutzen.